CBD bei Regelschmerzen
Inhalt dieses Artikels
UrsachenSymptomeWie CBD unterstützen kannAnwendungsformenHäufige FragenFazit
Zyklusbedingt kommt es etwa alle 28 Tage bei Frauen und Mädchen zur Regelblutung. Sie dauert meist bis zu einer Woche und ist bei vielen Betroffenen mit großen Schmerzen verbunden, starke Unterleibsschmerzen können normale Alltagstätigkeiten unmöglich machen. Um die Beschwerden zu lindern, greifen viele Frauen zu konventionellen Schmerzmitteln. Mittlerweile gibt es allerdings auch pflanzliche Begleiter: Mit CBD bei Regelschmerzen haben viele Anwenderinnen nach eigenen Berichten gute Erfahrungen gemacht. Was hinter dem Ansatz steckt, wie CBD angewendet wird und was du realistisch erwarten kannst, liest du hier.
Kurz erklärt
- Primäre Regelschmerzen
- Treten bereits ab der ersten Regelblutung auf und werden durch Muskelkontraktionen der Gebärmutter ausgelöst.
- Sekundäre Regelschmerzen
- Zeigen sich meist erst ab dem 25.-30. Lebensjahr, oft ausgelöst durch Polypen, Myome oder Endometriose.
- Prostaglandine
- Schmerzbotenstoffe, deren Überproduktion das Schmerzempfinden während der Periode beeinflusst.
- Endometriose
- Unterleibserkrankung, bei der sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter ansiedelt.
- CBD (Cannabidiol)
- Nicht berauschendes Cannabinoid der Hanfpflanze, legal bei unter 0,2 % THC im Endprodukt.
Wie entstehen Menstruationsbeschwerden?
Primäre Regelschmerzen
Auf der Suche nach den Ursachen von Menstruationsbeschwerden sollte man zunächst die primären von den sekundären Regelschmerzen abgrenzen. Primäre Regelschmerzen treten bereits ab der ersten Regelblutung auf und begleiten Betroffene seitdem. Sie werden durch Muskelkontraktionen der Gebärmutter ausgelöst: Diese Kontraktionen helfen dabei, die überschüssige Schleimhaut abzustoßen, die für eine mögliche Schwangerschaft aufgebaut wurde. Die Medizin geht davon aus, dass die in diesem Zusammenhang stattfindende Überproduktion bestimmter Prostaglandine, sogenannter Schmerzbotenstoffe, das Schmerzempfinden beeinflusst und es so zu Menstruationsbeschwerden kommt.
Sekundäre Regelschmerzen
Sekundäre Regelschmerzen zeigen sich dagegen meist erst ab dem 25. bis 30. Lebensjahr und haben in der Regel Geschwulste innerhalb der Gebärmutter als Ursache. Meist handelt es sich um harmlose, aber gleichwohl schmerzhafte Polypen oder Myome. In schlimmeren Fällen kann jedoch auch eine Endometriose dahinterstecken: Bei dieser Unterleibserkrankung siedelt sich Gewebe der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter in benachbarten Organen an. Diese „versprengte Gebärmutterschleimhaut“ wächst während des Monatszyklus ebenso wie die normale Schleimhaut, es entstehen Muskelkontraktionen, die krampfartige Schmerzen im Unterleib zur Folge haben. Solche Ursachen gehören immer in ärztliche Abklärung.
Begleiterscheinungen und Symptome der „roten Woche“
Nistet sich kein befruchtetes Ei in die Schleimhaut der Gebärmutter ein, muss der Körper die überschüssige Gebärmutterschleimhaut wieder abstoßen. Die hierzu benötigte Muskelkontraktion wird je nach Schmerzempfinden als leichtes Ziehen im Unterleib bis hin zu mit Wehen vergleichbaren Schmerzen wahrgenommen, die oft bis in den Rücken ausstrahlen. Daneben leiden viele Frauen rund um die Periode an weiteren Beschwerden: körperliche Symptome wie angeschwollene Brüste, Übelkeit, Migräne und Durchfall, aber auch Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen. Immer häufiger berichten Betroffene von positiven Erfahrungen mit CBD bei Regelbeschwerden, vor allem CBD Öl wird dabei gerne eingesetzt.
Wie CBD unterstützen kann
Von Natur aus ist der menschliche Organismus mit einem körpereigenen Cannabinoid-System ausgestattet, dem Endocannabinoid-System, das unter anderem an der Kommunikation zwischen Zellen beteiligt ist. Wird CBD eingenommen, interagieren die enthaltenen Moleküle mit den Rezeptoren dieses Systems. In der Forschung wird diskutiert, ob dadurch die Weiterleitung von Schmerzsignalen beeinflusst und das Schmerzempfinden moduliert werden kann; CBD werden zudem entspannende und krampflösende Eigenschaften nachgesagt. Viele Anwenderinnen berichten, dass CBD ihr persönliches Wohlbefinden während der Periode steigert. Wichtig: Diese Effekte sind wissenschaftlich nicht abschließend belegt, treten nicht bei jedem gleichermaßen auf und stellen kein Heilversprechen dar.
CBD bei Regelbeschwerden: die Anwendungsformen
Wer Menstruationsbeschwerden auf pflanzlichem Wege begegnen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Neben CBD Öl zur oralen Einnahme gibt es Aromapflege-Öle, die äußerlich angewendet und in den Unterleib einmassiert werden. Auch CBD Blüten stehen als Aromaprodukt zur Auswahl. Je nach persönlicher Vorliebe können Frauen die für sie passende Form wählen.
| Produkt | Anwendung | Besonderheit |
|---|---|---|
| CBD Öl | Oral, Tropfen unter die Zunge | Einfach dosierbar, verschiedene Konzentrationen |
| CBD Aromapflege-Öl | Äußerlich, sanft in den Unterleib einmassieren | Speziell für die Anwendung während der Menstruation konzipiert |
| CBD Blüten | Als Aromaprodukt | Volles Terpen-Aroma, unter 0,2 % THC |
Wichtig ist, stets mit einer niedrigen Dosierung zu beginnen. Bei Unsicherheiten oder der zusätzlichen Einnahme von anderen Medikamenten wird empfohlen, vorher einen Arzt zu kontaktieren, so können mögliche Wechselwirkungen ausgeschlossen werden. Wie die Einnahme im Detail funktioniert, zeigt unser Ratgeber CBD Öl richtig anwenden.
Häufige Fragen
Kann CBD bei Regelschmerzen helfen?
Viele Anwenderinnen berichten von positiven Erfahrungen mit CBD rund um die Periode. Wissenschaftlich abschließend belegt ist eine Wirkung jedoch nicht, und jeder Körper reagiert anders. CBD Produkte sind keine Arzneimittel und ersetzen keine ärztliche Behandlung.
Wie wird CBD bei Regelbeschwerden angewendet?
CBD Öl wird oral eingenommen, Aromapflege-Öle werden äußerlich in den Unterleib einmassiert, CBD Blüten sind als Aromaprodukt erhältlich. Welche Form passt, ist eine Frage der persönlichen Vorliebe.
Was ist bei der Dosierung zu beachten?
Starte niedrig und taste dich langsam heran. Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente vorher ärztlich abklären, um Wechselwirkungen auszuschließen.
Wann sollte ich mit Regelschmerzen zum Arzt?
Wenn die Schmerzen sehr stark sind, plötzlich zunehmen oder erst im Erwachsenenalter neu auftreten. Hinter sekundären Regelschmerzen können Polypen, Myome oder eine Endometriose stecken, die behandelt werden sollten.
Ist CBD legal und macht es high?
CBD Produkte aus EU-Nutzhanf sind legal, wenn das Endprodukt weniger als 0,2 % THC enthält, eine berauschende Wirkung ist ausgeschlossen. Vermarktet werden sie als Aromaprodukte, Verkauf ab 18 Jahren.
Fazit
Hanf zählt seit Jahrtausenden zu den vielseitigsten Pflanzen der Naturheilkunde. Wer während der Periode nicht ausschließlich auf Schmerztabletten setzen möchte, kann CBD als pflanzlichen Begleiter ausprobieren, ob als Öl zur Einnahme oder als Aromapflege-Öl zum Einmassieren. Auch wenn jeder Körper anders ist und die berichteten Effekte nicht bei jedem gleichermaßen auftreten, ist CBD gut verträglich und für viele Frauen einen Versuch wert. Starke, wiederkehrende oder neu auftretende Regelschmerzen gehören jedoch immer in ärztliche Abklärung.
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