CBD und chronische Schmerzen: Studienlage und Grenzen
Inhalt dieses Artikels
Chronische Schmerzen kurz erklärtWas die Forschung untersuchtMengenangaben aus Studien einordnenWas bei chronischen Schmerzen etabliert istErfahrungsberichte realistisch einordnenWechselwirkungen und GrenzenHäufige FragenFazitCBD bei chronischen Schmerzen wird oft diskutiert. Dieser Ratgeber beschreibt, was untersucht wurde, warum viele Studien etwas anderes zeigen, als oft behauptet wird, und was bei chronischen Schmerzen etabliert ist.
Wichtig vorab: CBD-Produkte aus dem Handel sind keine Arzneimittel. Sie sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten oder Beschwerden zu erkennen, zu heilen, zu lindern oder zu verhüten, und sie ersetzen keine ärztliche Behandlung. Dieser Ratgeber beschreibt ausdrücklich keine Anwendung gegen Schmerzen und gibt keine Dosierungsempfehlungen.
Chronische Schmerzen gehören ärztlich abgeklärt, bei starken oder neuen Schmerzen umgehend. Verordnete Schmerzmittel nie eigenmächtig absetzen oder ersetzen.
Chronische Schmerzen kurz erklärt
Von chronischen Schmerzen spricht man, wenn Schmerzen länger als etwa drei bis sechs Monate anhalten oder immer wiederkehren. Die Ursachen reichen von Rücken und Gelenken über Nervenschäden bis zu Erkrankungen ohne klaren Auslöser. Entsprechend unterschiedlich ist die Behandlung.
Was die Forschung untersucht
Ein großer Teil der Studien zu Cannabinoiden und Schmerz untersucht THC-haltige Arzneimittel wie Sativex oder medizinisches Cannabis auf Rezept, nicht reines CBD. Diese Ergebnisse lassen sich nicht auf CBD-Öle übertragen. Zu reinem CBD gibt es wenige, meist kleine Studien mit uneinheitlichen Ergebnissen. Die Internationale Gesellschaft zur Erforschung des Schmerzes (IASP) hat 2021 festgestellt, dass sie den allgemeinen Einsatz von Cannabinoiden zur Schmerzlinderung derzeit nicht befürwortet, weil hochwertige Studien fehlen.
Medizinisches Cannabis kann in Deutschland ärztlich verordnet werden. Das ist ein anderes Produkt mit THC, einer ärztlichen Verordnung und Kontrolle, und hat mit frei verkäuflichen CBD-Produkten nichts zu tun.
Die allgemeine Einordnung zu CBD und Gesundheit steht im Pillar CBD bei Gesundheitsbeschwerden, wie CBD im Körper aufgenommen wird, in Wie wirkt CBD Öl im Körper.
Mengenangaben aus Studien einordnen
An dieser Stelle steht bewusst kein Einnahmeplan. CBD-Produkte aus dem Handel sind keine Arzneimittel, und ein Dosierungsschema für Schmerzen wäre genau das, was ein Ratgeber weder leisten darf noch leisten kann.
Sachlich lässt sich sagen: Studien arbeiten oft mit pharmazeutischem Isolat oder mit THC-haltigen Präparaten, häufig in Mengen weit über dem, was ein handelsübliches Öl in einer Portion enthält. Solche Ergebnisse lassen sich nicht auf ein Produkt aus dem Regal übertragen. Für die Handhabung eines Öls gelten die Angaben auf der Verpackung, mehr dazu in CBD Öl richtig anwenden.
Was bei chronischen Schmerzen etabliert ist
Bewährt hat sich die multimodale Schmerztherapie: Ärztliche Behandlung zusammen mit Physiotherapie, Bewegung und psychologischen Verfahren. Anlaufstellen sind die hausärztliche Praxis und spezialisierte Schmerzambulanzen.
Erfahrungsberichte realistisch einordnen
Erfahrungsberichte in Foren gehen weit auseinander. Das liegt an unterschiedlichen Produkten und Mengen, an der Erwartung, an begleitenden Veränderungen im Alltag und daran, dass positive Erlebnisse häufiger geteilt werden als ergebnislose. Einen Nachweis ersetzen sie nicht.
Wechselwirkungen und Grenzen
- Medikamente: CBD wird in der Leber über das Cytochrom-P450-System abgebaut, das auch viele Arzneimittel abbaut. Wechselwirkungen sind beschrieben, etwa mit Blutverdünnern, Antiepileptika und manchen Antidepressiva. Wer regelmäßig Medikamente nimmt, spricht vorher mit Arzt, Ärztin oder Apotheke. Mehr dazu in CBD und Medikamente.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Es fehlen ausreichende Daten, deshalb nicht anwenden.
- Kinder und Jugendliche: Unsere Produkte sind erst ab 18.
- Straßenverkehr: Müdigkeit ist als unerwünschter Effekt beschrieben. Wer fährt oder Maschinen bedient, sollte das berücksichtigen.
Häufige Fragen
Was ist über CBD und chronische Schmerzen bekannt?
Dazu können und dürfen wir keine Aussage machen. CBD-Produkte aus dem Handel sind keine Arzneimittel, ein Nachweis eines Nutzens bei Schmerzen liegt nicht vor.
Was ist der Unterschied zu medizinischem Cannabis?
Medizinisches Cannabis enthält THC, wird ärztlich verordnet und kontrolliert. Frei verkäufliche CBD-Produkte enthalten unter 0,2 % THC und sind keine Arzneimittel.
Kann ich CBD zusätzlich zu meinen Medikamenten nehmen?
Nicht ohne ärztliche Abklärung. CBD wird über dieselben Leberenzyme abgebaut wie viele Arzneimittel, Wechselwirkungen sind beschrieben.
Welche Nebenwirkungen sind beschrieben?
In Studien werden unter anderem Müdigkeit, Durchfall, Appetitveränderungen und veränderte Leberwerte beschrieben, vor allem bei hohen Mengen. Dazu kommen mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten. Mehr dazu im Ratgeber CBD Öl Nebenwirkungen.
Gebt ihr Dosierungsempfehlungen?
Nein. Unsere CBD-Produkte sind keine Arzneimittel, deshalb geben wir keine Dosierungsempfehlungen für Beschwerden. Für die Handhabung gelten die Angaben auf der Verpackung. Bei gesundheitlichen Fragen helfen Arzt, Ärztin oder Apotheke.
Fazit
Viele Studien zu Cannabinoiden und Schmerz betreffen THC-haltige Arzneimittel, nicht CBD-Öle. Für reines CBD fehlt ein belastbarer Nachweis. Chronische Schmerzen gehören in ärztliche Behandlung, am besten multimodal.
Zu Produkten, Spektrum, Konzentration und Handhabung beraten wir dich gern im Laden in Zweibrücken, Fruchtmarktstraße 23, Montag bis Samstag von 11 bis 19 Uhr, oder telefonisch unter +49 1521 5193514. Gesundheitliche Beratung geben wir nicht, dafür sind Arzt, Ärztin und Apotheke da.
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